Einfach phantastisch

Die bunte Welt des Wolfgang Lechner

 

Ein Artikel von Verena Huber

Erschienen in der „Südtirolerin“ vom März 2004

 

 

Bereits als Kind hat er geschnitzt und sehr viel gezeichnet und die Faszination der Kunst entdeckt. Wolfgang Lechner, der gebürtige Schwazer aus Nordtirol, ist ein aufstrebender Künstler in seiner Gegend, und jeder kennt ihn, den beliebten Farbenspieler.

 

Waren es in jungen Jahren noch vorwiegend Landschaftszeichnungen, so widmete er sich nach dem Besuch eines Aquarellkurses beim namhaften Künstler Schiestl an der Volkshochschule Innsbruck der Aquarellmalerei. 1981 griff er zum ersten Mal zu den Ölfarben. Ohne Hektik entwickelte er in seiner Künstlerkarriere mehrere Techniken, lehnte sich an die Bezauberung der schillernden Edelsteine von Swarovski an, erfasste mit gekonntem Pinselstrich Blumen und Landschaften. Sogar Aluminium war Gegenstand seiner künstlerischen Experimente. Ob dies wohl auf den vielen Künstlern angeborenen Drang zurückzuführen ist, alle erdenklichen Materialien für die künstlerische Verbarbeitung zu verwenden und jeglichem Rohstoff den Atem der Kunst einhauchen zu wollen ?

 

Inspiration aus der Natur

 

„Ich will das Malen nicht nur tun, sondern auch erleben: Die Farben, das Licht, die Sonne, die Luft, die Wirklichkeit“, beschreibt Wolfgang Lechner sein künstlerisches Schaffen. Die äußerst vielseitige und überzeugende, eigenständige malerische Handschrift erwächst in besonderem Maße aus der Vorliebe für die Malerei in der unmittelbaren Umgebung. Davon zeugen Kraft, volle Landschaftsbilder und Blumenphantasien, deren intensive Farbigkeit begeistert, und deren temperamentvollen Duktus mit dem Pinsel oder der Spachtel das unmittelbare (Wieder-) Erleben der Eindrücke unterstreicht. Geradezu meisterhaft gelingt es ihm, die jahreszeitlichen Stimmungen der Natur einzufangen und festzuhalten. Inspiration liefern zudem seine regenerierenden Aufenthalte im südlichen Ausland, das mit seiner Farbenfrohheit die Phantasie des Künstlers anregt.

 

Ein Hauch von Realität

 

Phantasie, ein Schlagwort, womit sich der Künstler in Verbindung gebracht wissen will. Lechners Bilder sind davon regelrecht überflutet, als Beispiel seien seine charakteristischen Schmetterlinge zu nennen, die, in ihrer Farbintensität den Betrachter fesselnd, im nächsten Moment davonzuflattern scheinen. Lebendigkeit vermitteln die dünnen Halme einer Blumenwiese, die sich in ihrer Zartheit beinahe hin- und herwiegen. Pflanzen, Gebilde, die in seinen Gedanken entstanden sind, der Wirklichkeit entlehnt.

 

 . . Epilog . .

 

Mit der Kunst eine Brücke zu den Mitmenschen zu schlagen, das die Absicht des Malers. Den Menschen Freude zu bereiten beim Anblick seiner Bilder, sie kurzweilig den Alltag vergessen lassen und in die weite Welt der Phantasie zu führen, in der das Negative keinen Platz findet.

 

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